FF Böheimkirchen-Markt

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Einsatzarchiv

Einsätze

Einsatzarchiv



Hochwasser 1975

Vom 01.-03. Juli 1975 wurde das Gemeindegebiet von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Der Michelbach und die Perschling traten über die Ufer. Besonders betroffen waren die Orte Untertiefenbach, Weisching, Schildberg und Lanzendorf. Die Feuerwehrmänner standen mehrere Tage im Dauereinsatz. Auch mehrere Großbrände, wie der Brand des Bauernhofes Holzer in Kronberg und bei Fam. Fleischl in Mechters mussten bekämpft werden.

Tankwagenunfall 1977

Ein schwerer Tankwagenunfall Ende Jänner 1977 auf der Autobahn bei Blindorf hatte einen wochenlangen Einsatz zur Folge. Aus einem umgestürzten Tankwagen flossen große Mengen Öl über die Autobahnböschung. Dadurch wurde die Trinkwasserversorgung in Blindorf gefährdet. Durch oftmaligen Einsatz von Ölbindemittel konnte eine Verseuchung der Brunnen verhindert werden.

Großbrand 1977

Durch Kinderbrandstiftung gab es am 08. August 1977 am Bauernhof bei der Fam. Wohlmertsberger in Wiesen Großbrandalarm . Obwohl das Vieh und die Maschinen großteils gerettet werden konnten, entstand Millionenschaden.

Zugentgleisung 1977

Ölgroßalarm und Katastrophenalarm wurden nach der Entgleisung eines Güterzuges am 14.November 1977 ausgelöst. 7 Waggons des Zuges waren umgestürzt und teilweise aufgerissen. Es bildete sich ein riesiger Ölsee und große Mengen Öl gelangten durch den Straßengraben in den Totzenbach. Ein entstandener Brand konnte mittels Pulverlöscher rasch eingedämmt werden. Zur Unterstützung musste ein Öleinsatzfahrzeug der Landesfeuerwehrschule Tulln angefordert werden. Das Öl musste umgepumpt, Ölsperren errichtet und der Kanal durchgespült werden. Auf Grund der Dimension des Einsatzes wurde die Leitung Bezirkshauptmann Dr. Michalitsch übergeben. Nur durch das rasche Eingreifen und die gesetzten Maßnahmen konnte eine Umweltkatastrophe größten Ausmaßes verhindert werden.

Lagerhausbrand 1980

Die Feuertaufe erlebte das Tanklöschfahrzeug am 19. September 1980. Der Fahrdienstleiter des Bahnhofes bemerkte gegen 01:20 Uhr einen Feuerschein beim angrenzenden Lagerhaus. Sofort wurde Alarm ausgelöst. Bereits um 01:26 rückte das Tanklöschfahrzeug aus. Schon bei der Zufahrt wurde die Größe des Brandes erkannt und über Florian St. Pölten die gesamten Feuerwehren der Abschnitte St. Pöten-Stadt und St. Pöten-Land alarmiert. Trotz Einsatz von 35 Feuerwehren mit insgesamt 570 Mann konnte der Brand erst gegen 03:30 unter Kontrolle gebracht werden. Durch umsichtiges Handeln konnte zumindest der Bürotrakt gerettet werden. Der Sachschaden betrug trotzdem annähernd 20 Millionen Schilling. Da immer wieder Glutnester auftraten, dauerte dieser Einsatz mit den erforderlichen Nachlöscharbeiten bis zum 05. Oktober 1980.

Brand des Kaufhauses Pauli 1981

Aufsehen erregte im April 1981 der Brand des Kaufhauses Pauli. Durch Brandstiftung entstand ein Großbrand im Geschäft und die starke Rauchentwicklung erforderte den Einsatz von schwerem Atemschutz zur Menschenrettung. Die eingeschlossenen Personen mussten von außen mittels Leitern aus dem 2. Stock geborgen werden.





Unwetterkatastrophe 1984

Am 23. Mai 1984 wurde das Gemeindegebiet von einer Unwetterkatastrophe heimgesucht. Durch starken Regen, Eis und Hagel wurden zahlreiche Keller und teilweise auch Wohnungen überflutet. Einige Straßen mussten nach Murenabgängen wieder passierbar gemacht werden. Am Ärgsten betroffen waren die Katastralgemeinden Jeutendorf, Untergrafendorf, Weisching, Wiesen und Röhrenbach. Wieder ein Einsatz, der sich über mehrere Tage erstreckte und den eingesetzten Kräften alles abverlangte.

Schwerer Verkehrsunfall 1985

Eine starke psychische und physische Belastung stellte ein schwerer Verkehrsunfall am 06. Juni 1985 in Plosdorf dar. Gegen 22.00 Uhr prallte das Fahrzeug, besetzt mit 3 jungen Leuten aus unserer Gemeinde, gegen einen Baum. Der Lenker konnte nur mehr tot geborgen werden. Die beiden Mitfahrer mussten mittels Bergegeräten aus dem Fahrzeug geschnitten werden und wurden schwerst verletzt in das Krankenhaus eingeliefert.

Viehtransportverkehrsunfall 1985

Im August 1985 wurde die Feuerwehr zum Suchen und Einfangen von 2 Kühen und 5 Stieren gerufen. Der Lenker eines Viehtransporters nickte kurz ein, wodurch der Lkw von der Straße abkam und umkippte. Zur Suche eines Stieres wurde sogar der Hubschrauber des Innenministeriums eingesetzt.

Gefahrengutverkehrsunfall 1985

Auch die Einsätze bei denen die Einsatzkräfte mit gefährlichen Stoffen in Berührung kommen nahmen ständig zu. So kippte bei einem Gefahrenguttransport mit einem Lkw im Dezember 1985 ein Behältnis mit Methylchlorid um. Zum Glück konnte der Lenker das Fahrzeug sofort stoppen und Hilfe anfordern. Auf Grund der Freisetzung äußerst gesundheitsgefährdender und betäubender Dämpfe konnte die Bergung nur mittels schwerem Atemschutz durchgeführt werden.

Unwetteralarm 1989 und 1991

Vom 17. - 18. April 1989 wurde das Gemeindegebiet abermals von schweren Unwettern heimgesucht. Es musste sogar Bezirksalarm ausgelöst und in der "stärksten" Nacht 13 Einsätze bewältigt werden. Auch das traditionelle Parkfest im Juni 1989 wurde ein Opfer der Wassermassen. Das schon gewohnte Schlechtwetter während unseres Zeltfestes erreichte seinen "Höhepunkt" im "Besuch" des Michelbaches im Zelt. Daraufhin musste das Fest sofort abgebrochen werden. Der finanzielle Schaden, gerade im Jahr der Fertigstellung des Feuerwehrhauses, war enorm. Von 18. - 22. Mai 1991 gab es wieder mehrere Tage Dauereinsatz auf Grund starker Regenfälle und den damit verbundenen Überflutungen.





Massenkarambolage 1991


Überhaupt konnte ein starkes Ansteigen der technischen Einsätze registriert werden. So z.B. eine Massenkarambolage auf der A1 im Oktober 1991. Bedingt durch die Größe des Ereignisses mussten ein Hubschrauber, Notarztwagen und zahlreiche Rettungsfahrzeuge eingesetzt werden.

Schwerer Verkehrsunfall 1993

Ein schwerer Verkehrsunfall am 09. Februar 1993 bei der Auffahrt zur A1 in Plosdorf stellte wieder einmal ein starke psychische Belastung für die Einsatzkräfte dar. Der fast allen bekannte Pkw-Lenker kollidierte mit seinem Fahrzeug mit einem Autobus und konnte nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.

Massenkarambolage auf der A1 1993

Am 05. März 1993 kam es infolge glatter Fahrbahn zu einer Massenkarambolage auf der A1, an der 85 Fahrzeuge beteiligt waren. Gemeinsam mit anderen Einsatzkräften mussten stundenlang Fahrzeuge geschlichtet, beiseite geschafft bzw. flott gemacht werden.

Pfarrkirchenrenovierung 1993

Ein nicht alltäglicher Einsatz bedeutete die Unterstützung bei der Renovierung unserer Pfarrkirche. Musste doch zur Entfernung und Wiederaufstellung der Statuen sogar ein provisorischer Kran bzw. Flaschenzug errichtet werden. Trotzdem konnte gerade bei diesem Einsatz der gute technische Ausbildungsstand unserer Wehr festgestellt werden.

Ölalarm 1995

Ölalarm gab es am 12. Februar 1995. Ein unbekannter Täter hatte Öl in den Sichelbach geleitet. Der Ölfilm konnte auf 2 km Länge festgestellt werden und das ausgeflossene Öl konnte nur durch mühevolles Errichten von Ölsperren gebunden und abgeschöpft werden.

Brand beim Gasthaus Hieger 1995



Großes Aufsehen erregte auch der Brand eines Nebengebäudes beim Gasthaus Hieger im April 1995. Bewohner mussten unter Einsatz von schwerem Atemschutz evakuiert und das angrenzende Gasthaus geschätzt werden. Insgesamt waren 8 Feuerwehren mit 143 Mann im Einsatz.






Historische Einsatzübung 1995

Im September 1995 wurde unter Beteiligung fast aller Rettungs- und Hilfsorganisationen unserer Gemeinde auf der Roithnerwiese eine historische Einsatzübung durchgeführt. Es wurde ein Brand in einer Dorfschule angenommen. Auch unsere Wehr beteiligte sich mit einer alten Spritze und stilgerecht gekleidet an diesem Spektakel.

Schwelbrand eines Sägespansilos 1997

Der Faschingsdienstag 1997 verlief etwas anders als erwartet. Anstatt an diversen Faschingsveranstaltungen teilzunehmen, waren viele Feuerwehrkameraden bei der Bekämpfung eines Schwelbrandes in einem Sägespänesilo eingesetzt. Um an den Brandherd zu gelangen, musste sogar mittels eines Kompressors ein Loch in die Außenwand gestemmt werden. So dauerte dieser Einsatz von 13.00 Uhr bis kurz vor Mitternacht.

Bauernhofgroßbrand 1996




Im Mai 1996 musste ein Bauernhofgroßbrand in Bonnleithen bei Stössing mit 11 Feuerwehren bekämpft werden. Unsere Tätigkeit war nicht nur auf die Brandbekämpfung ausgerichtet, sondern es musste auch eine Wasserzubringleitung errichtet werden. Auch der Atemschutzkompressor zum Befüllen der Atemschutzflaschen wurde vor Ort eingesetzt.




"Jahrhunderthochwasser" 1997



Das Einsatzjahr 1997 war natürlich geprägt durch das "Jahrhundert"-Hochwasser im Juli. Dabei wurden innerhalb von 72 Stunden 192 Einsätze geleistet. Diese Anzahl konnte trotz Schwerstarbeit nicht alleine bewältigt werden. Deshalb wurden Katastropheneinheiten aus den Bezirken Melk, Amstetten, Waidhofen an der Thaya und Gmünd angefordert. Es hat sich aber gezeigt, dass bei solchen Elementarereignissen die tatkräftige Mithilfe der Bevölkerung unerlässlich ist. Noch wochenlang waren wir nach diesem Großeinsatz mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt.



LKW-Brand auf A1 2001



Am 16. Juli 2001 frühmorgens krachte ein LKW-Lenker mit seinem Schweinetransporter vermutlich nach einem Sekundenschlaf in die Leitschiene, durchbrach sie und stürzte über eine 10 Meter hohe Böschung auf Höhe Perersdorf Richtung Wien. Die Fahrerkabine fing sofort Feuer, der Lenker wurde beim Sturz über die Böschung aus dem LKW geschleudert ebenso wie der Großteil seiner Ladung. Fünf Schweine verendeten nach dem Unfall.





Bauernhofbrand in Kasten 2001



Brandalarm zu einem Wirtschaftsgebäude in Kasten / Kirchberg. Beim Eintreffen stand das Obergeschoss des Stalltraktes in Flammen. Die Tiere waren bereits großteils aus dem Gefahrenbereich gerettet. Der Brand war durch Feuerschutzmauern zu den angrenzenden Gebäuden gut abgegrenzt. So konnte das Feuer äußerst schnell unter Kontrolle gebracht werden. Ursache war vermutlich das Hantieren mit einem Feuerzeug durch Kinder im Stroh. Zwei Großtanklöschfahrzeuge (FF Ollersbach und FF St.Pölten-Stadt) brachten tausende Liter Löschwasser vom nahegelegenen Brunnen. Die örtliche FF Kasten blieb bis zum Brand aus.



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