FF Böheimkirchen-Markt

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Chronik

Über Uns

Chronik der FF Böheimkirchen-Markt

1784
Erlass der NÖ Landesregierung über Allgemeine Feuerordnung

1841
Gründung der ersten Feuerwehren im Süddeutschem Raum von Karl Metz der in seiner Fabrik Feuerwehrgeräte erzeugte. Die bereits bestehenden Niederösterreichischen Turnvereine welche gelegentlich an Deutschen Turnfesten teilnahmen, lernten so auch die Freiwilligen Feuerwehren kennen. Die Turnvereine trachteten danach ihre durch Übung erworbene Gewandtheit in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.

1861
Als erste Stadt Niederösterreichs bildete Krems a. d. Donau aus den Reihen der Turner eine Freiwillige Feuerwehr.

1867
Gründung der Turnerfeuerwehr St. Pölten (1. Wehr im Bezirk)

1968
Gesetzesvorlage im NÖ– Landtag über Mittel zur Förderung des Löschwesens und Wege zur Aufstellung Freiwilliger Feuerwehren in allen größeren Ortschaften.

1873
Die in der Umgebung von Böheimkirchen bereits bestehenden Feuerwehren (zB St. Pölten, Herzogenburg und Neulengbach) bewogen auch die Bürger unserer Gemeinde eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Zu den bereits bestehenden Feuerwehren wurden Delegierte entsandt um deren Streben und Wirken unter die Lupe zu Nehmen. Von dem hochgeschätztem Kaufmann und Bürgermeister Josef Braunsteiner ging damals die Idee aus eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.


Am 5 Juni 1873 wurde der Grundstock unserer Wehr gelegt und im Gartenhäuschen des Gasthauses Höllriegl (Hieger) wurde sodann unsere Wehr aus der Taufe gehoben.

Gründer (Soweit bekannt) waren folgende Männer :
Josef Braunsteiner, Kaufmann
Josef Strohmayer, Maurer
Franz Handelsberger
Josef Wimmer
Josef Kreimel
Josef Pachner
Michael Höllriegl jun.
Josef Steinriegel

1873 - 1900
Die Ausrüstung der Gründerwehr war sehr bescheiden. Zunächst stand ihr eine aus dem Jahre 1853 stammende Handdruckspritze zur Verfügung, welche Eigentum der Gemeinde war und im ersten Spritzenhaus untergebracht war. Das erste Gerätehaus stand in der Oberen Hauptstraße (jetzt Depot der Straßenverwaltung) und wurde 20 Jahre von der Feuerwehr als Gerätehaus verwendet. Im Frühjahr 1874 wurde die Wehr uniformiert mit braunen Lodenblusen und 35 Blechhelmen weiters wurden fünf Steigerausrüstungen sowie drei Signalhörner angeschafft. Am 16. Oktober 1874 wurde das Gründungsfest abgehalten.



Bereits 1875 wurden Wasserwagen, Mannschaftswagen und diverse Leitern angeschafft. Am Florianitag (4. Mai 1877) erhielt die Wehr eine neue Landfahrspritze mit Saugwerk von der Fa. Kernreuter, Wien und eine zweiteilige Dachleiter. Eine Zweiteilige Steckleiter angeschafft im Jahre 1887 ergänzte die Ausrüstung. Am 18.Juli 1892 übernahm die Wehr einen vierrädrigen Hydrophor von der Fa. Kernreuter. 1893 wurde das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. (heutiges Gendarmeriehaus) 1897 wurde die alte Fahrspritze, welche verschiedene Konstruktionsfehler aufwies, gegen eine neue ausgetauscht. Ebenso wurden neue Saug- und Druckschläuche angekauft.

1900 - 1945
Im Jahre 1908 erfolgte der Kauf einer neuen Benzinspritze, die alte Spritze wurde an die Ortsgemeinde Weisching abgegeben. Am 25. August 1913 verstarb plötzlich der Gründer unserer Wehr, Herr Josef Braunsteiner nach 40 Jahren mustergültiger Tätigkeit als Kommandant. Als Nachfolger wurde Herr Karl Braunsteiner zum Hauptmann unserer Wehr gewählt. In den Kriegsjahren des ersten Weltkrieges von 1914 - 1918 scheinen keine Protokolle auf, da Hauptmann Karl Braunsteiner samt den meisten seiner Kammeraden eingerückt war.

Im Jahre 1928 wurde eine neue Schiebeleiter von der Fa. Rosenbauer angekauft. Im Jahre 1929 wurde ein sehr gut erhaltener " Austro Daimler " mit eleganter Mannschaftskarosserie gegen Rücknahme der alten Motorspritze mit einer Aufzahlung von ATS 10.000 gekauft. Am 26. Mai 1939 legte Herr Hauptmann Karl Braunsteiner nach 26jährigem verdienstvollen Wirken als Kommandant seinen Posten zurück.

1939 - 1945

wurden die Feuerwehren als Vereine und Verbönde aufgelöst und als "Feuerschutzpolizei" geführt, welche strengen gesetzlichen Bestimmungen unterlagen. Zu dieser Zeit war Wehrführer Ferdinand Buchberger Kommandant unserer Wehr. Unterkreisührer wurde damals Franz Kreizinger, ihm oblag damals die Ausbildung einer Frauenfeuerwehr in Böheimkirchen zum Schutz gegen Luftangriffe.

1945 - 1973

Die Freiwillige Feuerwehr Böheimkirchen stand nach Kriegsende 1945 vor einem Chaos. Das Gerätehaus war schwer beschädigt, das Dach durch Splitter zertrümmert, Tore ausgehängt und verschleppt, das Rüstauto für einen Einsatz unbrauchbar. Von der fahrbaren Motorspritze und vom Hydrophor wurden von den Besatzungsmächten sämtliche Räder abmontiert, die Tragkraftspritze demoliert, Uniformen und Helme wurden zum Teil verbrannt, Schlauchwagen und Leitern wurden geplündert.
Am 16.Mai 1945 wurde vom damaligen Bürgermeister Karl Steffl Herr Franz Kreizinger zum provisorischen Hauptmann bestellt und beauftragt, wieder eine Feuerwehr aufzubauen. Die Tankwagenspritze wurde innerhalb einer Woche repariert und einsatzfähig gemacht, die verschleppten Geräte und Schläuche zum Teil wieder eingesammelt und in der Garage des Kammeraden Leopold Winter untergebracht.

Am 1.Juni 1946 fand die 1. Jahreshauptversammlung statt, bei der Kommandant Franz Kreizinger einstimmig wiedergewählt wurde. Einen Tag später wurde Kommandant Kreizinger vom Bezirksverbandsobmann Alfred Schmied in den Bezirksausschuss bestellt und zum Bezirksfeuerwehrrat gewählt. Im selben Jahr wurden noch Schläuche, Gurten und Kleinausrüstung angeschafft.

Im Dezember 1946 vermittelte uns Herr Hofrat Riedl von der NÖ– Landesregierung ein Gratisautowrack, Marke Steyr, welches von der Fa. Zeh wieder fahrtauglich gemacht wurde. Herr Altbürgermeister Karl Steffl verschaffte uns von der Fa. Voith, St. Pölten den geschlossenen Aufbau.

Bereits im Februar 1947 wurde uns ein zweites Auto, ein Dodge zum Preis von ATS 1.800,- ebenfalls von der NÖ– Landesregierung zugewiesen, für welches Herr Krendl , Furth den Aufbau machte und welches am 23.August 1947 seine erste Fahrt antrat. Eine neue Tragkraftspritze, R80 der Fa. Rosenbauer wurde im November 1947 geliefert. Im Jahre 1958 wurde eine neue VW Motorspritze angeschafft welche am Florianitag 1958 geweiht und seiner Bestimmung übergeben wurde.
Das erste Parkfest wurde 1961 abgehalten.

1963

wurde das 90jährige Gründungsfest gefeiert und der neue Tankwagen Steyr "TLF 2000" seiner Bestimmung übergeben. Damit hatte Böheimkirchen den ersten größeren Tankwagen im Feuerwehr - Bezirksverband St. Pölten Land. Er bewährte sich noch im selben Jahr beim Dombrand in St. Pölten. Am 26.Mai 1966 wurden anlässlich des Bezirksfeuerwehrtages die 1. Bezirksleistungsbewerbe in Böheimkirchen durchgeführt, 80 Gruppen nahmen daran teil. Nach dem Tod unseres langjährigen Kommandanten Franz Kreizinger am 18.Oktober 1967 wurde Herr Leopold Winter Kommandant unserer Wehr. Stellvertreter und zugleich Bezirksfeuerwehrrat wurde Herr Karl Takats.


Im Februar 1968 wurde in das Tanklöschfahrzeug das neue Funkgerät eingebaut. Das alte Löschfahrzeug Steyr 1500 welches 20 Jahre unserer Wehr diente wurde 1969 durch ein fast neues, modernes Fahrzeug ersetzt. Ein Opel-Blitz Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe brachte uns wieder auf den neueren Stand der Technik.


1973 - 1998

Das Jahr 1973 bedeutete die Vollendung des 1. Jahrhunderts für die FF Böheimkirchen. Das bereits traditionelle Parkfest musste in diesem Jahr auf Grund der aufgetretenen Maul- und Klauenseuche verschoben werden. Es wurde gemeinsam mit den Feierlichkeiten zur 100-Jahr Feier vom 21. - 23.9 abgehalten. Parallel dazu fanden auch die Feuerwehrabschnittswettkämpfe in Böheimkirchen statt. Kommandant Karl Takats konnte im Jahre 1973 auf einen neuen Einsatzrekord von über 60 Einsätzen verweisen, wobei mehrere Großbrände, wie besonders der Brand der Tischlerei Winkler in Untergrafendorf, eine große Herausforderung darstellten.
Auch der techn. Ausrüstungsstand wurde stetig erhöht und modernisiert. So wurde im Juni 1974 im Löschfahrzeug Opel Blitz eine fixe Funkanlage eingebaut und ein neues Handfunkgerät erworben. Weiters wurde für technische Einsätze ein 3-Tonnen Greifzug angeschafft. Besondere Freude bereitete uns im August 1974 der Besuch der Kameraden der Partnerfeuerwehr aus Saint Marcel/Frankreich, wofür besonders Kommandant Karl Takats und Kommandantstv. Franz Kreizinger ein gelungenes Programm zusammenstellten. Im Jahre 1975 konnte der Feuerwehrball auf Grund der Sperre des Hieger-Saales durch die Gewerbebehörde nicht stattfinden. Es wurde statt dessen eine große Werbeaktion zur Gewinnung unterstützender Mitglieder gestartet. Dabei konnten 257 Personen angeworben werden.

Ein neues Kommandofahrzeug (VW-Bus) wurde ankauft und in Eigenregie für den Feuerwehrdienst umgebaut. Vom 01.-03. Juli 1975 wurde das Gemeindegebiet von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Der Michelbach und die Perschling traten über die Ufer. Besonders betroffen waren die Orte Untertiefenbach, Weisching, Schildberg und Lanzendorf. Die Feuerwehrmänner standen mehrere Tage im Dauereinsatz. Auch mehrere Großbrände, wie der Brand des Bauernhofes Holzer in Kronberg und bei Fam. Fleischl in Mechters mussten bekämpft werden. Bei den im Rahmen der Mitgliederversammlung am 31.01.1976 durchgeführten Neuwahlen wurden Kommandant Takats und Kommandantstellv. Kreizinger nahezu einstimmig wiedergewählt. 1977 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet.



Da der bisherige Verwalter, Anzenberger Willibald die Tätigkeit als erster Jugendführer übernahm, wurden Schlipfinger Rudolf zum Verwalter und zur Kassaführung Trinkl Rudolf bestellt.


Zur Eröffnung des Feuerwehrzentrums in Saint Marcel besuchte eine Abordnung unserer Feuerwehr im April 1978 unsere französischen Kameraden. Auf Grund der Altersschwäche des Tanklöschfahrzeuges (Baujahr 1962) wurde der Beschluss über einen Neuankauf gefasst. Über die Firma Rosenbauer wurde ein Steyr 791 mit 195 PS und 4000 l Tankinhalt angeschafft. Als Zusatzgeräte wies dieses Fahrzeug einen Schaummitteltank, Wasserwerfer, eine 5t Seilwinde, Bergegeräte für Unfälle und ein Notstromaggregat auf. Zusätzlich wurden noch drei neue Atemschutzgeräte erworben. Die feierliche Fahrzeugweihe fand im Rahmen der Florianifeier am 27.04.1980 statt. Als Fahrzeugpatin fungierte die Gattin unseres Kommandanten, Frau Anna Takats.
Bei den Neuwahlen im Rahmen der Mitgliederversammlung 1981 wurde das Kommando mit Kdt. Karl Takats und Kdtstv. Franz Kreizinger bestätigt. Zum Verwalter wurde Rudolf Schlipfinger und zum Kassaverwalter Rudolf Trinkl bestellt.

Auf Grund der vermehrten Einsätze mit schwerem Atemschutz bei Bränden, wurde gemeinsam mit den Feuerwehren der Gemeinde und einigen Nachbarfeuerwehren 1982 ein Atemluftkompressor angekauft. Dieser wurde im FF-Haus Böheimkirchen stationiert. Dadurch konnten die Atemschutzflaschen rasch und selbst wiederbefüllt werden. Bei größeren Einsätzen erfolgt die Befüllung direkt am Einsatzort. Um die Einsatzeffizienz zu steigern, erfolgte 1982 die Umstellung des Alarmierungssystems auf Funkalarmierung über die Feuerwehrzentrale in St. Pölten. Während der Umstellungsphase wurden die Bevölkerung und natürlich auch die Feuerwehrkameraden durch zahlreiche Fehlalarme beunruhigt.

Das Jahr 1985 stand natürlich ganz im Zeichen der Tausendjahrfeier unserer Gemeinde. Bei zahlreichen Veranstaltungen wurde die Feuerwehr helfend und unterstützend eingesetzt. Seitens der Feuerwehr wurden in diesem Jahr der Abschnittsfeuerwehrtag und die Abschnittsfeuerwehrwettkämpfe mit 1200 Teilnehmern am 16.06.1985 organisiert und durchgeführt.

Bei den Neuwahlen im Jahre 1986 wurde ein Generationswechsel vollzogen. Zum neuen Kommandanten wurde Alfred Anzenberger und zu seinem Stellvertreter Anton Praher gewählt. Als Verwalter wurde Willibald Anzenberger und zum Kassaverwalter Rudolf Trinkl bestellt. Als Würdigung für ihre langjährige und hervorragende Führung der Feuerwehr wurden Karl Takats zum Ehrenkommandanten und Franz Kreizinger zum Ehrenkommandantstellvertreter ernannt.

Auf Grund der Sanierungs-bedürftigkeit und des akuten Platzmangels im Gerätehaus wurde der Neubau eines zeitgemäßen Feuerwehrhauses beschlossen. Nachdem die Finanzierung geregelt war, erfolgte am 02.08.1987 die Spatenstichfeier. 1988 wurde der gesamte Rohbau des neuen Feuerwehrhauses errichtet. Trotzdem wurde getrachtet auch alle anderen Agenden einer schlagkräftigen Feuerwehr nicht außer Acht zu lassen. Die intensive Übungstätigkeit wurde fortgesetzt und auch zahlreiche anstrengende Einsätze mussten so nebenbei gemeistert werden. Ende 1988 wurde für unsere Wehr ein neues Kleinrüstfahrzeug mit hydraulischem Rettungssatz (Schere, Spreitzer und Zylinder) ausgeliefert und sofort in den Dienst gestellt. Dieses speziell für technische Einsätze und Hilfeleistungen (Verkehrs- und sonstige Unfälle, Umwelt- und Unwettereinsätze, uvm. ) ausgestattete Fahrzeug war auf Grund des starken Ansteigens der technischen Einsätze schon dringendst erforderlich. Auch das traditionelle Parkfest im Juni wurde zum Opfer der Wassermassen. Das schon gewohnte Schlechtwetter während unseres Zeltfestes erreichte seinen "Höhepunkt" im "Besuch" des Michelbaches im Zelt. Daraufhin musste das Fest sofort abgebrochen werden. Der finanzielle Schaden, gerade im Jahr der Fertigstellung des Feuerwehrhauses, war enorm. Da nun der Neubau des Hauses abgeschlossen worden war, lag nun das Hauptaugenmerk auf der eigentlichen Feuerwehrtätigkeit. Zahlreiche realitätsnahe Übungen und Schulungen wurden durchgeführt.

Um eine noch raschere und effizientere Alarmierung durchführen zu können, wurden 23 Personenrufempfänger (Pager) angekauft. Die Feuerwehrmänner werden bereits bei der Alarmierung durch eine entsprechende Funkdurchsage mit dem Einsatzort und Einsatzgrund vertraut gemacht. Bis zum heutigen Tag wurde diese Art der Alarmierung ausgebaut, so dass heute alle aktiven Feuerwehrkameraden mittels Pager erreicht werden können. Diese Art der Alarmierung hat für die betroffenen Feuerwehrmänner zwar viele Vorteile, die Bevölkerung erfährt aber fast nicht mehr, wann und wie oft eigentlich Feuerwehreinsätze zu bewätigen sind. Weiters wurde 1990, auf Grund der Altersschwäche unseres Löschfahrzeuges, Opel Blitz , und der damit verbundenen nur mehr bedingten Einsetzbarkeit, der Neuankauf eines Kleinlöschfahrzeuges beschlossen. Das Feuerwehrfest wurde durch die große Wetterabhängigkeit im Park und der vorjährigen Überschwemmung des gesamten Zeltes in das neu-erbaute Feuerwehrhaus verlegt. Um genügend Platz anbieten zu können, wurde auf dem Vorplatz ein Festzelt aufgestellt. Diese Art der Durchführung des Feuerwehrfestes hat sich bis heute bestens bewährt.

Bei den Neuwahlen im Jahre 1991 wurde das Kommando eindrucksvoll bestätigt. Als Kassaverwalter wurde Richard Holzer bestellt. In diesem Jahr absolvierten gleich 5 Kameraden die sogenannte "Feuerwehrmatura": Anzenberger Alfred, Anzenberger Christian, Köhler Alois, Lechner Gerhard und Riegler Karl erwarben das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Ende des Jahres 1991 wurde das neue Kleinlöschfahrzeug (Mercedes 310) mit einer neuen Tragkraftspritze (BMW-Fox), 3 Atemschutzgeräten und einer 8 m Leiter ausgeliefert und sofort in den Dienst gestellt. Die Weihe dieses Fahrzeuges erfolgte im Rahmen der Florianifeier am 03.05.1992. Fahrzeugpatin war Frau Christine Kickinger. Es wurde ein "Tag der offenen Tür" abgehalten und gleichzeitig das 15jährige Bestehen der Feuerwehrjugend gefeiert. Eine besondere Freude bereitete uns der Besuch der Gäste aus Böhmenkirch im Zuge dieser Feierlichkeiten. Im Oktober 1993 wurde ein gebrauchter VW-Transporter mit Doppelkabine angekauft und in Eigenregie für den Feuerwehrdienst umgebaut. Seit Dezember 1993 wird dieses Fahrzeug für alle notwendigen Transport- und Beföderungsfahrten eingesetzt. Besonders bei Materialtransporten für technische Einsätze und zur Beföderung des Atemluftkompressors zur Befüllung der Atemluftflaschen direkt am Einsatzort hat sich unser neues Lastfahrzeug vielfach bestens bewährt. Vom 20.05 - 23.05.1993 besuchten wir unsere deutschen Freunde in Böhmenkirch. Der Nachbarort Schnittlingen feierte mit einem beeindruckenden 3-Tagesfest sein 700jähriges Bestehen. Wieder wurden alte Freundschaften gefestigt bzw. neue Freunde gewonnen.

Im Februar 1994 verlor unsere Wehr ein verdientes Mitglied. Der langjährige Kassaverwalter und stets engagierte Feuerwehrmann Rudolf Trinkl verstarb plötzlich und völlig unerwartet an seinem Arbeitsplatz. Obwohl die Abhaltung der Feuerwehrfeste immer mehr ins Gerede kam, wurde unser Fest im Juni 1995 ein großer Erfolg. Im Zuge der Pfarrfirmung wurde es sogar von unserem Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn besucht. Im September 1995 wurde unter Beteiligung fast aller Rettungs- und Hilfsorganisationen unserer Gemeinde auf der Roithnerwiese eine historische Einsatzübung durchgeführt. Es wurde ein Brand in einer Dorfschule angenommen. Auch unsere Wehr beteiligte sich mit einer alten Spritze und stilgerecht gekleidet an diesem Spektakel.

1996 legte unser Kommandant OBI ANZENRBERGER Alfred aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zurück. Bei den Neuwahlen wurden als Kommandant der bisherige Stellvertreter Praher Anton und Anzenberger Alfred jun. zu seinem Stellvertreter gewählt. Als Verwalter wurde Willi Anzenberger und als Kassaverwalter Alois Köhler bestellt. Für seine Verdienste um die Feuerwehr, insbesondere beim Neubau des Feuerwehrhauses, wurde der scheidende Kommandant zum Ehrenkommandant ernannt. Im Zuge einer kleinen Feier wurde ihm ein Holzrelief, mit dem Bild des Feuerwehrhauses und seinem Porträt, und vom Roten Kreuz die Henry-Dunant Plakette überreicht. Während der Landesfeuerwehrleistungsbewerbe in St. Pölten wurde eine teilnehmende Gästegruppe aus Tione Ti Trento (Italien) 3 Tage lang im Feuerwehrhaus untergebracht. Trotz der sprachlichen Barriere entstanden rasch Freundschaften durch gemeinsam getätigte Ausflüge und Veranstaltungen.

Das Einsatzjahr 1997 war natürlich geprägt durch das "Jahrhundert"-Hochwasser im Juli. Dabei wurden innerhalb von 72 Stunden 192 Einsätze geleistet. Diese Anzahl konnte trotz Schwerstarbeit nicht alleine bewältigt werden. Deshalb wurden Katastropheneinheiten aus den Bezirken Melk, Amstetten, Waidhofen an der Thaya und Gmünd angefordert. Es hat sich aber gezeigt, dass bei solchen Elementarereignissen die tatkräftige Mithilfe der Bevölkerung unerlässlich ist. Noch wochenlang waren wir nach diesem Großeinsatz mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt. Da der Lagerraum gerade für solche Großeinsätze (Sandsäcke, Ersatzteile, Speicheranlage zum Befüllen von Atemschutzflaschen, Reserve-material etc.) und für eine geeignete Jugendausbildung unzureichend war, wurde mit der Errichtung eines Zubaues begonnen. Die Arbeiten wurden in Eigenregie durchgeführt, wodurch sich die Kosten auf das Material beschränkten. Das bereits über 23 Jahre alte Kommandofahrzeug war aus technischen Gründen nicht mehr verkehrstauglich. Deshalb wurde der Ankauf eines neuen Fahrzeuges (Citroen Jumper) beschlossen. Dieses wird vor allem als Mannschaftstransporter und als Einsatzleitung bei größeren Einsätzen verwendet.

1998 - 2001

Bei der Neuwahl 2001 wurden Leopold Stiefsohn zum Kommandanten und Gerhard Lechner zu seinem Stellvertreter gewählt.
Der bisherige Kommandant Anton Praher wurde zum Abschnittsfeuerwehr-kommandantenstellvertreter gewählt.





Die letzten Jahre unserer Feuerwehr verdeutlichen die Vielzahl der zu bewältigenden Einsätze. Die moderne Technik bedeutet zwar für die Feuerwehr vielfach eine Arbeitserleichterung, birgt aber auch neue Gefahren und Herausforderungen. Es zeigt sich aber auch ganz deutlich, dass trotz bester Ausstattung im Feuerwehrwesen der wichtigste Bestandteil einer funktionierenden Feuerwehr der einzelne Feuerwehrmann(-frau) ist. Deshalb wird es in Zukunft unser vorrangiges Ziel sein, den Stand an aktiven Mitgliedern weiter zu erhöhen, um uns auch in Zukunft den immer größer werdenden Anforderungen stellen zu können.


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